Als Fertighaus oder auch Fertigteilhaus bezeichnet man normalerweise Häuser, bei denen die Einzelteile des Hauses bereits vorgefertigt sind und so zum Baugrundstück geliefert werden; die einzelnen Teile müssen dann nur noch zusammengesetzt werden und schon steht das Eigenheim.

Es gibt verschiedene Arten von Häusern, die unter dem Namen „Fertighaus“ bekannt sind: dazu gehört das Ausbauhaus, bei dem nur die Außenarbeiten des Hauses gefertigt werden und der Auftraggeber selbst den Innenausbau erledigt, das Bausatzhaus, bei dem auch nur die äußeren Bauarbeiten von der Baufirma gemacht, für den Innenausbau werden gesonderte Handwerker vom Bauherrn engagiert und letztendlich das schlüsselfertige Fertighaus, bei dem alle Arbeiten von der jeweiligen Baufirma übernommen werden bis das Haus einzugsbereit ist. Diese Bauweisen sind allerdings nur relevant, wenn ein man ein Haus bauen möchte, da sie nur die Planungs- und Bauphase betreffen; steht das Haus erst einmal, unterscheidet es sich nicht von den auf eine andere Weise gebauten Häusern.

Fertighäuser werden heutzutage immer beliebter, da sie im Gegensatz zum traditionellen Massivhaus einige Vorteile aufweisen:

Einer der zentralsten Aspekte ist die Baufinanzierung. Oft ist ein Fertighaus günstig, da es anders als das Massivhaus nur weniger Handwerker bedarf, um das Haus zusammenzubauen. Beteiligt sich der Bauherr selbst zu großen Teilen mit Eigenleistung am Hausbau, kann unter Umständen das Fertighaus billig werden, wenn man es mit anderen Häusern vergleicht. Aber auch hier sollte man die Kosten nicht unterschätzen.
Schön ist auch, dass immer mehr Fertighäuser angeboten werden, die als Energiesparhäuser konzipiert sind. Auf diese Weise kann man zusätzlich noch die laufenden Energiekosten etwas einsparen.

Weiterhin ist die reine Bauzeit eines Fertighauses relativ gering. Meist brauchen die Handwerker gerade einmal 2-3 Monate, um ein Fertighaus schlüsselfertig zu übergeben. Diese Zeit betrifft allerdings nur die Bauzeit, denn ein Fertighaus planen ist weitaus zeitaufwändiger als man zuerst annehmen mag. Der Grund dafür liegt darin, dass jedes einzelne Detail (Lage von Fenstern, Türen, Steckdosen, die genauen Maße von Garten und Terrasse, usw.) im Voraus abgeklärt werden muss, damit alle benötigten Bauteile bestellt werden können. Änderungen am besprochenen Bauplan können dafür im Nachhinein nur noch sehr schwer und mit einem hohen Kostenaufwand verbunden, vorgenommen werden.

Wer ein Fertighaus kaufen möchte, der sollte sich in Neubaugebieten und jungen Wohnsiedlungen umsehen, da vor allem in diesen Gebieten Kaufobjekte zu finden sind. In älteren Wohngegenden oder in den Innenstädten gibt es meist mehr Massivhäuser.